Periyar - das Tiger Reservat im Süden

Der Periyar National Park ist eines von 28 Tigerreservaten in Indien. Zurzeit leben aber nur 5 Tiger im Park und das letzte Mal wurde im Dezember einer gesichtet. Wir besuchten den Park aber nicht des Tigers wegen, sondern weil der Stausee mitten in Wald- und Wiesenhügeln seinen ganz eigenen Reiz hat.
Gewohnt haben wir im TreeTop Hotel in Thekkady, etwa 300m vom Parkeingang entfernt. Die Zimmer waren jeweils in kleinen Steinhütten untergebracht und waren Upper-Indian Standard. Nach der Ankunft im Hotel und einem Lunch im Restaurant gingen wir auf Entdeckungstour. Gelandet sind wir beim Elefanten Camp, wo wir uns für ein Zweistundenprogramm entschieden. Während der ersten Stunde sind wir auf dem Elefanten durch den Garten des Camps und durch das Dörfchen geritten. Dabei zeigte der Mahoud (Elefantentreiber) wie der Elefant arbeiten kann und wies diesen an, einige Baumstrünke zu verschieben und zu platzieren. Nach der Arbeit stoppten wir für einen Chai und Bananen bei einem kleinen Shop, wo auch der Elefant einige Bananen bekam, da er ja die Hauptarbeit erledigte. Ganz verschwitzt und dreckig wie der Elefant nach dem Ausritt war, musste er natürlich gewaschen werden. Er legte sich in einen kleinen Teich und wir schruppten mit Bürsten und Kokosnussschalen die dicke Haut. Dabei konnten wir natürlich alle Details eines Elefanten von ganz Nah betrachten und viel über dieses Tier erfahren. Zum Abschluss durften wir den Elefanten füttern.
Am Abend schlug es Corinne erneut auf den Magen, wodurch wir das Programm des nächsten Tages noch offen liessen. Eigentlich wollten wir ein Trekking machen aber da um 6 Uhr morgens niemand so richtig sagen konnte ob und wann eines stattfinden sollte, entschied ich mich spontan auf das 7 Uhr Sightseeingboot zu gehen. Die Fahrt entpuppte sich als sehr unterhaltsam, nicht wegen den Tieren die jeweils gleich davonliefen, sondern weil meine Indischen Bordkumpanen nicht die kleinste Spur von Intelligenz an den Tag legten und einen riesen Meiss auf dem Boot verursachten.
Aus diesem Grund störte es mich überhaupt nicht am späteren Nachmittag nochmals zusammen mit Corinne auf das Schiff zu gehen. Auch wenn man dies dem Zufall zuschreiben könnte, ich denke es lag am Benehmen dieser Passagieren, dass wir viel mehr Tiere sehen konnten. Wir sahen viele verschiedene Vögel, Büffel, Rehe, Wildschweine, eine Schildkröte und am Morgen auch noch Elefanten.
Dem Reiseführer entnahmen wir das es im Shalimar Spice Garden feine Italienische Gerichte gibt und für so was fahren wir doch gerne 5km durch den Wald. Die Menukarte verriet uns dann aber, dass das Hotel wohl übernommen wurde und die Italiener ihre Koffer gepackt hatten. Zum Glück erinnerten die Home Made Pasta noch an die guten alten Zeiten, die Form der Nudeln war zwar schon sehr Indisch aber der Geschmack passte uns ganz gut.

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