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	<title>Brumm in India!</title>
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	<description>First draft of just another blog....</description>
	<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 18:32:09 +0000</pubDate>
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		<title>Merry Christmas</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 09:14:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<!-- GООООООО -->Wir wünschen allen schöne und schneeweisse Weihnachten und ein tolles Fest. Wir werden Weihnachten in Diu verbringen und die Dekorationen können also europäischen Massen (nicht Standards) mithalten. Im Hotel wird es heute Abend ein spezielles Buffet-Dinner geben und wird sind gespannt welche Speisen uns serviert werden. Ansonsten fühlt es sich bei 30 Grad wenig weihnächtlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wünschen allen schöne und schneeweisse Weihnachten und ein tolles Fest. Wir werden Weihnachten in Diu verbringen und die Dekorationen können also europäischen Massen (nicht Standards) mithalten. Im Hotel wird es heute Abend ein spezielles Buffet-Dinner geben und wird sind gespannt welche Speisen uns serviert werden. Ansonsten fühlt es sich bei 30 Grad wenig weihnächtlich an.</p>
<p><a href='http://dominik.brumm.ch/India/2010/12/24/merry-christmas/weihnachtsbeleuchtung/' rel='attachment wp-att-2611' title='Weihnachtsbeleuchtung'><img src='http://dominik.brumm.ch/India/wp-content/uploads/2010/12/p1010161.thumbnail.jpg' alt='Weihnachtsbeleuchtung' /></a></p>
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		<title>Kolkata</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 08:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Den zweiten Aufenthalt in Kalkutta begannen wir als Geldeintreiber. Ende November buchten wir eine Zwei-Tagestour, welche dann aber nicht am gewünschten Datum durchgeführt werden konnte. Deswegen versprach man uns, die Rs. 15&#8242;000.- innerhalb von vier Tagen rückzuerstatten. Mittlerweile waren jedoch 18 Tage vergangen und das Geld war, erwartungsgemäss, noch nicht auf dem Konto gelandet. Also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den zweiten Aufenthalt in Kalkutta begannen wir als Geldeintreiber. Ende November buchten wir eine Zwei-Tagestour, welche dann aber nicht am gewünschten Datum durchgeführt werden konnte. Deswegen versprach man uns, die Rs. 15&#8242;000.- innerhalb von vier Tagen rückzuerstatten. Mittlerweile waren jedoch 18 Tage vergangen und das Geld war, erwartungsgemäss, noch nicht auf dem Konto gelandet. Also besuchten wir das Office in Kalkutta und setzten uns hin, warteten und stellten unsere Forderung. Durch ein technisches Problem konnte scheinbar die Zahlung nicht durchgeführt werden, aber in den nächsten vier Tagen werde das Geld bestimmt auf dem Konto sein, wurde uns versichert. Es brauchte seine Zeit bis in den indischen Köpfen endlich Klarheit herrschte, dass die tollen Versprechungen zwar gut gemeint sind, wir aber hier sind um Bargeld zu sehen. Da diese Forderung die Kompetenzen eines gewöhnlichen Arbeiters übersteigt, wurde der Chef geholt, ähnlich dem Postchef von Bishnupur liess er eine Rede von Vertrauen und Seriösität vom Stapel bis wir uns, für Indien erstaunlichen, Deal einigten. Wir bekommen das Geld jetzt in bar und falls später eine Rückerstattung auf unser Konto kommt, würden wir dies zurückzahlen.<br />
Damit diese Abmachung auch belegt ist, sollte ein kurzes Dokument aufgesetzt werden, dass wir unterschreiben. Was uns jetzt vorgeführt wurde war schon sehr erstaunlich und zeigte das Indien wohl verdient ein Billiglohnland ist und auch bleiben sollte. Für einen acht zeiligen &#8220;Vertrag&#8221; benötigte der qualifizierte Anwalt eine Stunde. Immer wieder las er den Text durch, änderte ein Wort, dann ein anderes bis er wieder die vorherige Änderung rückgängig machte. Wir verzweifelten fast, da unsere Reisebegleitung im Taxi am Warten war und wir alle endlich ins Hotel wollten. Ein Anwalt lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und schon gar nicht Einer aus Westbengal. Als dann endlich das Dokument fertig war, ging der Drucker nicht und so wurde nochmals ein wenig herumgebastelt bis endlich das Textlein auf Papier war. Genervt aber doch erfreut über die Rs. 15&#8242;000 verliessen wir das Büro.<br />
Das Hotel Hindusthan International, eine Indische 5-Sternekette, war ganz ordentlich auch wenn hier und da noch etwas repariert werden könnte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte aber und darum entschlossen wir gleich die einzige noch fehlende Nacht unserer Reise über das Internet nach zu buchen. Um nach den Geldeintreiberstrapazen wieder erholt zum Nachtessen zu kommen, gingen wir noch kurz in den Pool, Saune und Dampfbad des Hotels. Im Restaurant wurden wieder einmal sehr leckere Pastagerichte serviert. Das tolle in Indien ist, dass die Ravioli, Pasta oder Gnocchi meistens frisch und von Hand gemacht sind, denn die Barilla-Packung ist einfach teurer als die Zutaten für den Teig und der Hilfskoch, welcher die Pasta von Hand macht.<br />
Am nächsten Tag machten wir eine kleine Stadtbesichtigung und liefen als erstes zum Victoria Memorial, danach ging es per Taxi zur Howrah Railway Station. Der Taxi fruhr zwar brav mit dem Taximeter, jedoch war sein Weg nicht ganz optimal, für den doppelten Weg gibt es &#8220;leider&#8221; nur den halben Preis. Taxifahrer die einem nicht über den Tisch ziehen wollen oder am Ende nach mehr Geld betteln, können wohl an einer Hand abgezählt werden und zwar für ganz Indien. Nach einem kurzen und hektischen Besuch des Bahnhofs ging es per Boot wieder zurück auf die andere Seite, von Mitten auf dem Fluss zeigt sich die eigentlich nicht sehr spezielle Howrah-Brücke von seiner besten Seite.<br />
Auf dem Rückweg zum Hotel stellten wir fest, dass die Hauptpost trotz nationalem Feiertag offen war. Solch eine Chance muss man in Indien nutzen und darum holten wir im Hotel unser Paket. Kaum zurück bei der Post kommt schon ein Typ der unsere Box in Stoff einpacken will. Er meinte, er wisse wo wir das Paket aufgeben müssen, und so gingen wir wieder einmal durch den Hintereingang in das Postgebäude rein. Dort wog er unser Paket und ein Angestellter prüfte den Inhalt. Während er sich ans Einpacken in Stoff ranmachte, füllten wir die Formulare gemäss seinen Angaben aus. Plötzlich wurde es aber laut und eine hitzige Diskussion startete. Als dann der Postchef auf unseren Helfer einschlug und alle Angestellten ihn umstellten, schrie Corinne alle zur Vernunft. Wir wurden dann beruhigt, mussten aber das Postgebäude verlassen um das Paket einzupacken. Aufgegeben haben wir das Paket dann auf der richtigen Seite der Schalterhalle und warten jetzt gespannt darauf ob es auch je die Schweiz erreichen wird. Dies zeigt wieder einmal, auch ein einfacher Postbesuch wird in Indien schnell zu einem Abenteuer.<br />
Das Frühstück am nächsten Tag war bereits das Abschiedsessen mit unserem Maharaja, denn seine Reise ging heute nach Mumbai und nach einer Nacht im Taj Mahal Hotel zurück in die Schweiz. Wir sollten aber nicht lange alleine sein, denn Jost wird nach Kalkutta kommen. Eigentlich wollte er am 17. schon da sein, aber in Indien ist der 18. auch ein wenig der 17. Leider verzögerte sich seine Zugankunft ein wenig und seine erste Taxifahrt in Kalkutta war auch umfangreicher als nötig und so war es dann schon bald Mittag bis wir uns beim Indian Museum trafen. Schnell suchten wir ein passendes Hotel für ihn und assen, mit toller Aussicht über den riesigen New Market von der Dachterrasse, zu Mittag. Den Besuch des New Market hielten wir relativ kurz um zurück im Hotel noch ein wenig für Cubera zu Arbeiten, es galt das neue Logo auszusuchen.<br />
Da wir eine Nacht nachgebucht hatten, mussten wir die Rechnung der ersten beiden Tage begleichen und Auschecken um gleich anschliessen wieder einzuchecken, trotz millionen Programmierer im Land können solche Einfachheiten nicht kundenfreundlich abgewickelt werden. Ausserdem war unser Kuchenstück doppelt verbucht, was wiederum nur der Hotelmanager feststellen konnte.<br />
Zum Nachtessen besuchten wir das Haldirams, ein Indisches Fastfoodlokal, wobei fast sicher nicht auf die Auslieferungszeit der Pizza bezogen ist. Für die zweite Runde Pizza musste zuerst noch ein kleiner Kampf mit dem Koch ausgetragen werden, denn zwischen ein paar Hindiworten hörten wir immer wieder Pasta. Die klare Anweisung gemäss Jost  Indisch-Englisch &#8220;PIZZA YES, PASTA NO&#8221; reichte glücklicherweise zum Sieg.<br />
Am 19. Dezember flogen wir von Kalkutta nach Ahmedabad ganz im Westen, zuvor trafen wir uns nochmals kurz mit Jost und liefen ein wenig umher. Punkt 12 Uhr nahmen wir uns ein Taxi, welcher dank limitiertem sonntäglichen Verkehr recht rasch beim Flughafen war, und dank unserem Paket gab es beim Check-in auch keine Probleme wegen Übergewicht. Umrundet - wenn auch die Sitze der grossen Wartehalle noch alle leer waren - von Indernfamilien mit überzuckert nervösen Kindern warteten wir auf unseren Abflug.</p>
<p><a href="http://dominik.brumm.ch/India/photos/thumbnails.php?album=1916">Die Bilder aus Kalkutta</a></p>
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		<title>Das ländliche Indien in Bishnupur</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 05:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Eigentlich war es schon abgemacht, dass ein Taxi von Calcutta Cabs am Flughafen von Kalkutta auf uns warten sollte. Als ich einen Tag zuvor nochmals anrief, wusste aber niemand mehr davon, das Indische Hirn speichert wohl maximal für eine Woche. Auf alle Fälle wusste er die Situation auszunutzen und verdoppelte den Preis, leider bleibt einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war es schon abgemacht, dass ein Taxi von Calcutta Cabs am Flughafen von Kalkutta auf uns warten sollte. Als ich einen Tag zuvor nochmals anrief, wusste aber niemand mehr davon, das Indische Hirn speichert wohl maximal für eine Woche. Auf alle Fälle wusste er die Situation auszunutzen und verdoppelte den Preis, leider bleibt einem aus der Ferne und mit einem engen Zeitprogramm nichts anderes übrig, als sich auf das fiese Spiel einzulassen. Zum Glück teilten sie uns einen Fahrer zu, der kein einziges Wort Englisch versteht, und sich am Flughafen auch nicht an einem intelligenten Ort, wie dem Ausgang, hinzustellen wusste. Somit war schon für ein wenig Aufregung gesorgt und ein neues Abenteuer durfte beginnen.<br />
Die Fahrt begann mit ein wenig stockendem Verkehr in Kalkutta und führte dann über eine nicht sehr gute Strasse bis wir auf einen Stau trafen. Wohl wegen einen Fest, Streik oder Demonstration (was alles relativ häufig in West Bengal vorkommt) war die Strasse versperrt und hunderte Autos, Busse und Lastwagen zum Warten gezwungen. Nach einiger Zeit marschierte dann ein Battalion der Indischen Armee vorbei und some time later setzte sich der Verkehr langsam wieder in Bewegung. In der Zwischenzeit verabschiedete sich auch das Tageslicht und wer einmal im dunkeln auf indischen Strassen unterwegs war, der kann verstehen, dass die noch vor uns liegende Strecke nicht viel Vergnügen bereitete. Der Gegenverkehr kommt stets mit Scheinwerferlicht, während am Rand gleichzeitig Objekte ohne Beleuchtung bzw. Reflektoren unterwegs sind. Dazu kommen noch Schlaglöcher die rechtzeitig erkannt werden müssen, eine tolle Kontrastübung für die Augen. Dies wäre noch gar nicht so tragisch wenn alle auf ihrer Strassenseite bleiben würden und nicht auch bei offensichtlichem Gegenverkehr zu überholen. Unsere Fahrt wollte nicht enden und als dann ein Truck frontal auf unseren Ambassador zufuhr und nicht mehr auf die andere Strassenseite zu wechseln schien (wir standen bereits), war für alle genug - denn auch wenn der Fahrer fährt, sterben würden wir alle.<br />
Wir waren also heilfroh in einem Stück beim Laxmi Park Hotel angekommen zu sein und dieses doch ganz ordentlich war, auch wenn sich die Begeisterung des Maharajas trotz Suite anfänglich noch in Grenzen hielt - was sicher auch den Reisestrapazen zu zuschreiben war. Der nächste Tag zeigte aber, dass das ländliche Indien auch für die Oberesten durchaus seine Reize hat und er mit Fotografieren kaum mehr zu stoppen war.<br />
Am Morgen besuchten wir das Rasmancha eine Backsteinkonstruktion die Bir Hambir 1587 erbauen liess, jedoch keinen Tempel darstellt. Hier war Sightseeing sehr angenehm weil wir fast die einzigen Besucher waren (westliche sowieso) und es keine aufdringlichen Verkäufer gab die einem die Ohren voll redeten. Am Nachmittag beschäftigten wir noch zwei Rickshaws um uns zu einigen der vielen Backsteintempel zu bringen, welche im Licht der untergehenden Sonne von ihrer schönsten Seite zeigten. Neben der Tempel war aber hauptsächlich das Leben hier die Attraktion und eine tolle Erfahrung. Mit &#8220;do you have batteries?&#8221; stiess man hier auf taube Ohren während &#8220;bättery hai&#8221; den Verkäufer sogleich in Aktion versetzte.<br />
Am letzten Tag wollten wir noch unser Paket für die Schweiz aufgeben, am Tag zuvor organisierten wir eine Schachtel und erkundigten uns im Post Office über die Öffnungszeiten (11 Uhr IST) und den Ablauf das Versands. Wir wurden mit unserer Box zum Hintereingang mitten in das Postgebäude hinein geschickt und trafen dort erneut auf den freundlichen Chef, der sich sogleich um unser Anliegen kümmern wollte. Als er jedoch die Schachtel sah, traf ihn der Schreck. Während wir von 10kg sprachen, rechnete er mit einer ganz kleinen Box, ausserdem sollte diese mit Stoff überzogen und vernäht sein obwohl er zuvor den Inhalt prüfen wollte - uns fehlt bis heute die Vorstellungskraft wie dies funktionieren könnte. Schnell merkten wir, dass wir wohl die Ersten wären, welche ein solchen Paket hier aufgeben wollten und meinten es sei kein Problem für uns es in Kalkutta zu versuchen. Das verletzte Wohl ein wenig den Stolz des Postchefs und er meinte es sei überall gleich und ausserdem haben wir sowieso die gleichen Gefühle und das gleiche Blut, was auch immer er da genau Sagen wollte. Wir packten also die Box wieder ein und die ersten 150km ihrer langen Reise war sie noch unter unserer Obhut.<br />
Die Fahrt bei Tag war dann wesentlich angenehmer wenn auch wieder sehr lange, für einen kleinen Snack stoppten wir bei einem Roadside Restaurant wo es ein Thali gab und Chlorwasser. Verständlicherweise wollte sich der Maharaja da nicht den Magen verderben obwohl er am Morgen noch mit einem Strassenhändler ins Geschäft gekommen ist über drei Pakora.</p>
<p><a href="http://dominik.brumm.ch/India/photos/thumbnails.php?album=1915">Bilder aus Bishnupur</a></p>
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		<title>Island adventure auf Andaman</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 03:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zwei Stunden Flug sind nötig um von Kalkutta zu den Andaman &#038; Nicobar Islands zu kommen. Und wenn man sich bei der Ankunft nicht zuerst durch Formulare kämpfen müsste, so würde man sich nicht mehr in Indien glauben. Alles ist aufgeräumt, niemand will einem etwas verkaufen und die Preise sind aufs erste Wort so fair, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Stunden Flug sind nötig um von Kalkutta zu den Andaman &#038; Nicobar Islands zu kommen. Und wenn man sich bei der Ankunft nicht zuerst durch Formulare kämpfen müsste, so würde man sich nicht mehr in Indien glauben. Alles ist aufgeräumt, niemand will einem etwas verkaufen und die Preise sind aufs erste Wort so fair, dass eine Verhandlung gar nicht nötig ist. Die Leute sind locker lässige Insulaner.<br />
Zuerst wohnten wir in einem Guest House in Port Blair, der Hauptstadt von Andaman &#038; Nicobar Islands. Eigentlich wird das Städtchen nur als Ausgangspunkt für die Reisen auf die verschiedenen Inseln beschrieben, doch aus unserer Sicht bietet es mehr. Unser Guest House war eigentlich wie eine grosse Wohnung, mit grossem Wohn- und Essbereich und einem Angestellten der kocht wenn wir es wünschten, denn wir belegten zwei der drei Zimmer und das Dritte wurde erst spät Abends besetzt.<br />
Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt um mit dem Schnellboot nach Havelock zu fahren. Nach 90 Minuten à 23 Knoten legte das Schiff an der kleinen Jetty an und alle Inder stürmten an Land. Wir nahmens gemütlich, denn auf uns wartete ein Chauffeur der uns zum Barefoot Resort brachte. Für diese Tage haben wir nämlich ein komplettes Paket gebucht mit allen Transfers, was uns für einmal ganz noble Karrossen beschehrte.<br />
Das Barefoot Resort liegt ziemlich genau auf der anderen Seite der Insel, mit schön im Jungel eingebetteten Stroh- bzw. Holzhütten. Die grosszügig verteilten Hütten sind mit kleinen Pfaden verbunden, die Nachts oder besser gesagt ab 17 Uhr nur durch die eigene Taschenlampe beleuchtet werden. Das Restaurant, von einem Italiener geführt, belegte jetzt den neuen ersten Platz für Pasta in Indien, die selbstgemachten Spinat-Fettuccine mit Pesto waren so gut, dass gleich drei Portionen für zwei Leute bestellt wurden.<br />
Der Strand war sehr schön und bis auf einen kleinen Inderbereich auch sehr leer und somit konnte man das warme Wasser ganz angenehm und gemütlich geniessen, ohne Strandverkäufer oder sonstigen Störefriede.<br />
Leider merkten wir am ersten Abend, dass der einzige Störefried der Insel sich in unserer Hütte befand, Corinne entdeckte mit grossem Schrecken eine Ratte im Badezimmer. Somit waren jetzt die Geräusche aus der Wand identifiziert und wir konnten ebenfalls ein Foto schiessen vom ungebetenen Besucher auf dem Dach des Badezimmers. Der Hotelmanager machte einen wenig bemühten Eindruck das Problem zu bekämpfen und schob, typisch Indisch, die Schuld von sich. Aber es wurde dann doch eine Falle aufgestellt. Beim Nachtessen fielen nochmals deutliche Worte, mehr als eine zweite Falle am gleichen Ort war aber wohl nicht zu erwarten, immerhin sind wir im Djungel und eine Ratte durchlöchert eine Rattanhütte (jetzt ist klar woher der Name kommt) in wenigen Minuten. Wir stopften für die Nacht die Löcher mit unserem Badetuch, so dass die Ratte dort bleibt woimmer sie auch gerade war.<br />
Am nächsten Tag entschieden wir uns die Falle ein wenig umzuplatzieren und die Löcher wieder zu öffnen. Und siehe da, während wir am Nachtessen waren, wollte die Ratte auch essen nur war ihr Restaurant eine klassiche (Touristen)Falle. Wir entschieden uns die Ratte nicht dem Hotel zu übergeben sondern weit, weit weg von der Hütte freizulassen. Dies taten wir dann auch, obwohl sich die Ratte nicht recht von ihrer neuen Behausung trennen wollte. Somit freuten wir uns auf rattenfreie Tage, obwohl wir uns jetzt doch ein wenig einsam in der grossen Hütte fühlten.<br />
Zum Glück war es mit der Einsamkeit am nächsten Tag schon wieder vorbei, Ratten können sich wohl besser orientieren als wir denken!<br />
Auf der Rückreise stand wieder ein Zwischenstop in Port Blair auf dem Programm, denn der Flughafen wird um 15 Uhr dem Militär übergeben was für alle Inselgäste die Weiterreise am gleichen Tag verunmöglicht. Bevor wir am nächsten Tag zum Flughafen gingen, besuchten wir noch das Central Jail, ein riesiger ehemaliger Gefängnisskomplex für Freedom Fighters, auch wenn nicht einmal mehr die Hälfte der Gebäude steht sind die Dimensionen immer noch sehr eindrücklich.<br />
Leider mussten wir schon nach nur fünf Nächten die Andaman &#038; Nicobar Islands verlassen, denn in Kalkutta wartete schon das nächste Abenteuer.</p>
<p><a href="http://dominik.brumm.ch/India/photos/thumbnails.php?album=1914">Unsere Bilder von Andaman</a></p>
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		<title>Bilder von Hampi</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 05:17:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Trotz Internetverbindung über das Handy konnten wir die Bilder von Hampi hochladen, hier in der Prärie benutzt wohl niemand diese Möglichkeit und darum ist es noch akzeptabel langsam/schnell.
Unbedingt ansehen!
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz Internetverbindung über das Handy konnten wir die Bilder von Hampi hochladen, hier in der Prärie benutzt wohl niemand diese Möglichkeit und darum ist es noch akzeptabel langsam/schnell.</p>
<p><a href="http://dominik.brumm.ch/India/photos/thumbnails.php?album=1908">Unbedingt ansehen!</a></p>
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		<title>Stopover Kalkutta</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 13:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Auf dem Weg von Varanasi nach Andaman Island mussten wir noch einen Stopover in Kalkutta einlegen, damit wir erstens nicht so früh in Varanasi aufstehen mussten und zweitens hat man so ein wenig Sicherheit falls sich die Airline spontan entscheidet den gebuchten Flug zu streichen.
Für die Übernachtung buchten wir zwei Hotels in der Nähe des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Weg von Varanasi nach Andaman Island mussten wir noch einen Stopover in Kalkutta einlegen, damit wir erstens nicht so früh in Varanasi aufstehen mussten und zweitens hat man so ein wenig Sicherheit falls sich die Airline spontan entscheidet den gebuchten Flug zu streichen.<br />
Für die Übernachtung buchten wir zwei Hotels in der Nähe des Flughafens, für die Langzeitreisenden das preiswerte Hotel Shivangan und für den Maharaja das Hyatt in Salt Lake.<br />
Salt Lake ist der Ort wo die Geschichte dieses Blogs im 2007 begann, so war ich schon ein wenig neugierig was sich verändert hat.<br />
Noch mehr gespannt waren wir aber ob die Brille, welche wir in Gurgaon bestellt hatten, wirklich im GKB Opticals Shop in der City Center Mall abholbereit ist. Und man staune, alles war, wie bestellt und bezahlt, bereit und überzeugte uns, dass ausnahmsweise ab und zu in Indien auch etwas funktioniert. Leider hält diese Überzeugung stets nicht für lange, denn auf der zweiten Mobiltelefon SIM-Karte erhielten wir seit ein paar Tagen mehrere SMS, dass wir die gesetzlich erforderlichen Dokumente einreichen müssen. Dies haben wir natürlich beim Kauf der SIM-Karte gemacht, der Shop, die Post oder Airtel selbst haben diese wohl verschlampt. Also besuchten wir den Airtel Shop in der gleichen Mall um nochmals schnell unsere Dokumente abzugeben. Doch Airtel Delhi ist nicht gleich Airtel West Bengal und somit war da keine Hilfe zu erwarten. Die &#8220;kompetente&#8221; Frau erklärte uns, dass sie da absolut nichts machen könnte und wir zurück nach Delhi müssen. So schnell gaben wir aber nicht auf und machten ihr den Vorschlag, sie könne doch den Shop anrufen und im Namen von Airtel die Leute auffordern die Dokumente einzureichen. Einen Anruf machen könne sie nicht, darauf konnten wir nur noch lachend antworten, dass sie in einer Telefongesellschaft arbeite und telefonieren doch kein Problem sein kann. Der gerufene Floor Manager (im McDonalds putzt der den Boden) machte dann zumindest das Angebot, dass wir kostenlos eine SIM-Karte von Airtel West Bengal bekommen können, das Guthaben auf der anderen Nummer jedoch abtelefonieren müssen.<br />
Da sich in der Mall nicht allzu viel änderte war sogar das italienische Restaurant noch in Betrieb, welches mir durch die feinen Speisen in Erinnerung geblieben ist. Leider wusste ich den Namen nicht mehr genau, aber durch ein wenig Suchen und der Arbeit von Sherlock &#8220;Corinne&#8221; Holmes sassen wir bald am richtigen Ort und die Pizza und Pasta waren immer noch die Besten von Indien.<br />
Am nächsten Morgen wurde uns das Frühstück ins Zimmer serviert und auch sonst überzeugte das Haus mit seinem freundlichen Chef und sauberen Zimmern. Das uns am Vorabend die Feuerwerksraketen einer Hochzeit beinahe ins Zimmer geschossen wurde war ja nicht deren Vergehen.</p>
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		<title>Varanasi - die heiligste Stadt</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 13:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 5. Dezember flogen wir von Delhi nach Varanasi. Trotz kurzer Flugzeit nimmt eine Flugreise in Indien jeweils relativ viel Zeit in Anspruch  und so kamen wir nach 7stündiger Reise in unserem Hotel Radisson an. Den Rest des Tages verbrachten wir damit die Umgebung des Hotels und die naheliegenden Felder am Fluss zu erkunden.
Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. Dezember flogen wir von Delhi nach Varanasi. Trotz kurzer Flugzeit nimmt eine Flugreise in Indien jeweils relativ viel Zeit in Anspruch  und so kamen wir nach 7stündiger Reise in unserem Hotel Radisson an. Den Rest des Tages verbrachten wir damit die Umgebung des Hotels und die naheliegenden Felder am Fluss zu erkunden.<br />
Am Abend machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant welches wir im Reiseführer entdeckt hatten. The Garden ist unter freiem Himmel angelegt und es gibt verschiedene Möglichkeiten zu dinieren. Neben Sternendach gab es auch noch die Möglichkeit von Strohdach mit und ohne Betonwand. Wir entschieden uns trotz der fröstligen Temperaturen für das Sternendach und genossen ein vorzügliches Essen mit Suppe und Tee und freundlicher Bedienung.</p>
<p>Am nächsten Tag hiess es bereits um 4.45 Tagwach, um denn Sonnenaufgang über dem Ganges und die damit verbundene spirituelle Stimmung nicht zu verpassen. Etwas verspätet traf unser Fahrer, den wir für eine Tagestour gebucht hatten, beim Hotel ein und wollte die  schweizer Uhrenträger mit seiner falsch gestellten Uhr überzeugen, dass er pünktlich war. Nur blöde, dass seine Uhr im Auto der Zeit voraus war. Trotz grosser Bemühungen den Preis für die Bootsfahrt im Taxipreis zut integrieren, war uns die leider nicht gelungen und wir mussten bereits morgens um 5.30 mit hartnäckigen Preisverhandlungen auseinandersetzen. Eigentlich wäre ja der Preis vom Staat auf 50 INR pro Boot mit 4 Plätzen beschränkt, wegen der touristischen Nachfrage verlangen die Bootsführer aber meist über 300 INR pro Person. Nachdem wir einen einigermassen angemessenen Preis für die Fahrt ausgehandelt hatten bestiegen wir um 6.00 Uhr das wackelige Boot und wurden dem Sonnenaufgang entgegen gerudert. Es war schon sehr speziell den Gahts entlang zu fahren und die Pilger bei ihrem Baderitualen zuzuschauen, nur beleuchtet duch die warmen Lichter der Lampen an den Gahts und den Schwimmkerzen die am dem Ganges schwammen. Langsam kam die Sonne zum vorschein und veränderte die Stimmung von Sekunde zu Sekunde. Wahrhaft ein lohnenswerter Ausflug trotz unmöglich früher Zeit.</p>
<p>Nach der 1stündigen Bootstour stand eigetlich das Frühstück auf dem Programm, aber unser Fahrer meinte das der Monkeytempel ganz in der nähe sei. So liessen wir uns trotz langsam aukommendem Hunger überreden den Tempel noch vor dem Frühstück zu besuchen und danach noch einen Tempel und danach noch einen Tempel&#8230;. Als er dann auch noch das Fort vor dem Frühstück einbauen wollte rebellierten unsere knurrenden Mägen und wir zwangen ihn uns zurück zum Hotel zu bringen wo wir das Frühstück inklusive hatten. Müde von der unmenschlichen Weckzeit entschlossen wir uns dazu eine 4stündige Pause einzulegen und den Rest der Sightseeingtour auf 14 Uhr zu verschieben. Die Zeit dazwischen vertrieben wir uns mit lesen, schlafen und am Pool liegen.</p>
<p>Dieses Mal war der Driver pünktlich und wir machten uns auf die restlichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Da wir mit dem Muslime Center welches uns der Fahrer als sehenswert anpries und sich schliesslich als Shoppingfalle entpupte, relativ viel Zeit verloren, kamen wir nach dem Fort ziemlich pünktlich für die Abendshows wieder bei den Gahts an. Hätten wir da geahnt das genau an dieser Stelle am nächsten Tag eine Bombe in einem Milchkessel gezündet wird, hätten wir uns wohl anders gefühlt. So aber genossen wir die Stimmung und verweilten eine geraume Zeit bei den  Verbrennungsplätzen wo die Toten nach einem letzten Bad im heiligen Ganges auf offenen Feuern verbrannt werden.</p>
<p>Am nächsten Tag stand zum Glück relaxen auf dem Programm und so erreichte uns die Nachricht vom Bombenanschlag in Varanasi wie schon erwähnt durch den Optiker aus Gurgaon der sich nach unserem Wohlbefinden erkundigte. Geschockt versuchten wir die Nachricht zu verdauen. Auch die Tatsache, dass der Anschlag laut Nachrichten 1 Tag vorher hätte stattfinden sollen, also genau dann, als wir dort waren machte die Sache auch nicht besser.</p>
<p>Trotz allem hatten wir am nächsten Tag unseren Flug nach Kalkutta, wo wir wohlbehalten ankamen.</p>
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		<title>Varanasi under attack</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 16:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[One killed, many injured in Varanasi bomb blast
Einen Tag zuvor waren wir zu dieser Zeit an diesem Ort, heute machten wir es uns gemütlich im Hotel. Informiert wurden wir vom Brillenverkäufer aus Gurgaon der sich sorgen über unseren Zustand gemacht hatte. Uns geht es gut und wir hoffen, dass diese Aktion unsere Reise nicht behindert.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hindustantimes.com/One-killed-many-injured-in-Varanasi-bomb-blast/Article1-635578.aspx">One killed, many injured in Varanasi bomb blast</a></p>
<p>Einen Tag zuvor waren wir zu dieser Zeit an diesem Ort, heute machten wir es uns gemütlich im Hotel. Informiert wurden wir vom Brillenverkäufer aus Gurgaon der sich sorgen über unseren Zustand gemacht hatte. Uns geht es gut und wir hoffen, dass diese Aktion unsere Reise nicht behindert.</p>
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		<title>New Delhi</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 17:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[In Delhi anzukommen, ist fast wie ein bisschen nach Hause zu kommen. Der Flughafen ist zwar neu und auch das altbekannte Riesenchaos gehört jetzt scheinbar der Vergangenheit an, doch das eine oder andere Haus erkannten wir wieder. Heutzutage gibt es sogar ein Prepaid Taxistand und so konnten wir ohne Feilschen sehr günstig zu unserem Hotel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Delhi anzukommen, ist fast wie ein bisschen nach Hause zu kommen. Der Flughafen ist zwar neu und auch das altbekannte Riesenchaos gehört jetzt scheinbar der Vergangenheit an, doch das eine oder andere Haus erkannten wir wieder. Heutzutage gibt es sogar ein Prepaid Taxistand und so konnten wir ohne Feilschen sehr günstig zu unserem Hotel in der Nähe des Nehru Place. Das Hotel ist erst seit drei, vier Monaten offen und so war dem Kofferboy noch nicht ganz bekannt auf welchem Stock sich die Reception befindet. Nach zwei Anläufen im vierstöckigen Haus landeten wir am richtigen Ort um die Formulare auszufüllen. Das Hotel ist rund um eine schwedische Bettenmarke konzipiert und so fällt die Qualität über die Bettkante hinaus auch ein wenig ab. Grundsätzlich war das Zimmer doch sehr gut, aber der indische Flair war dann doch an einigen Ecken sichtbar. Das Frühstücksbuffet war jedoch vielseitiger als erwartet, wenn auch das Angebot von Tag zu Tag ein wenig varierte.<br />
Vom Hotel aus waren es zehn Minuten zu Fuss zur neuen Metro von Delhi. Wir lössten gleich eine 3-Tageskarte was wir schlussendlich nicht einmal bereuten. So fuhren wir mit der Metro direkt vor die Türen des Dilli Haat.<br />
Dilli Haat, wem noch nicht bekannt, ist ein kleines Einkaufsdorf mit vielen verschiedenen Ständen aus allen Regionen Indiens, welche jeweils für zwei Wochen ihre Waren verkaufen dürfen. Im Gegensatz zu einem Handcrafts Emporium sind die Preise im Dilli Haat sogar für Inder interessant und so gingen wir von Verkäufer zu Verkäufer und kaufen viele (Pashmina-, Silk-, Cotton- oder Kashmir-) Schaals, Hosen und noch mehr Schaals. Am Ende reichte sogar das Geld nicht mehr und der ATM war auch schon leer geräumt, wir hatten jedoch den Preis schon verhandelt und die Ware war auch schon in einem Sack verpackt. Dies bedeutete nichts anderes als das wir am nächsten Tag nochmals vorbeikommen müssen, die Schaals konnten wir aber schon nach Hause nehmen, so vertrauenswürdig sehen wir aus.<br />
Am Abend waren wir zur 1st Marriage Anniversary Party von John und Priti eingeladen. Im 2007 und 2008 arbeitete ich mit John, der eigentlich Shatrunjay heisst, zusammen. Das Fest mit seinen Verwandten fand in der Select Citywalk Mall im Food court statt, wo ein kleiner Bereich reserviert und mit Ballonen dekoriert war. Eigentlich sollten wir um 19.30 Uhr dort sein, leider waren wir ein wenig verspätet und fanden die Mall auch nicht auf Anhieb und so war es schnell einmal 20.30. Das war aber kein Problem, weil einige andere Gäste noch mehr Mühe mit dem Weg oder der Zeit hatten. Das Essen wurde vom Food Stall Rajdhani gebracht, zum Start gab es Veg Bällchen und Dhokla. Danach wurde die Kerzen erleuchtet und der Kuchen angeschnitten, jeder erhielt ein, zwei oder drei Stücke. Wir waren zu dieser Zeit ein wenig verunsichert ob dies schon das komplette Nachtessen war, doch plörtlich marschierten die Männer von Rajdhani auf und servierten ein magisches Gurajati Thali. Magisch, weil es nie leer wurde, man konnte essen, so schnell und viel man wollte, und der Teller war immer voll. Die Gäste wählten verschiedene Strategien um diese Servierwut zu beenden und bevor wir unseren Mund abgewischen konnten, waren die Meisten schon auf dem Heimweg.<br />
Mit der Metro fuhren wir am nächsten Tag nach Gurgaon, meinem frühreren Wohn- und Arbeitsort. Auf dem Weg stoppten wir noch beim Qutub Minar, einem hohen Siegesturm früherer muslimischer Herrschern. In Gurgaon ist der Wandel der Zeit doch sehr sichtbar und so waren uns einige Gebäude noch nicht bekannt oder sie steckten noch mitten im Bau. Beim Optiker meines Vertrauens machten wir noch einen Sehtest und ich suchte mir eine neue Brille aus, welche nach Kalkutta geliefert werden sollte. Auf dem Rückweg drückten wir uns in eine überfüllte Metro, welche vor allem bei der jüngeren Arbeitsbevölkerung doch sehr beliebt wurde.<br />
Den letzten Tag in Delhi verbrachten wir damit ein wenig zwischen Regierungspalast, India Gate und Connaught Place umherzulaufen. Weil danach die Schuhe sehr abgenutzt aussahen, musste sich Corinne noch einen Ersatz besorgen im Adidas Store. Gegen Abend trafen wir den Vater von Corinne, welcher uns die nächsten Tage begleiten wird. Zuvor hat er sich während 5 Tagen in Delhi, Agra und Jaipur schon ein wenig an Indien gewöhnt, wobei vorerst einmal auf Stufe Maharaja.</p>
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		<title>Kochi - Ferien von den Ferien (23.11. - 01.12.10)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 18:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Ferien in Kochi begannen etwa so, wie es viele Italienurlauber jeden Sommer erleben, mit viel Stau. Der Bus benötigte ein, zwei Stunden bis zum Busterminal mitten in Ernakulam. Von dort ging es mit der Rickshaw zur Boat Jetty, weiter mit dem Boot nach Fort Kochi und dann nochmals mit der Rickshaw bis zum Hotel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Ferien in Kochi begannen etwa so, wie es viele Italienurlauber jeden Sommer erleben, mit viel Stau. Der Bus benötigte ein, zwei Stunden bis zum Busterminal mitten in Ernakulam. Von dort ging es mit der Rickshaw zur Boat Jetty, weiter mit dem Boot nach Fort Kochi und dann nochmals mit der Rickshaw bis zum Hotel Secret Garden. Eigentlich sollte es Secret Hotel heissen, so versteckt wie dessen Lage ist. Aber so sollte es auch sein, eine Woche versteckt von allen Rickshawfahrern, Tourguides, Strassenverkäufern und anderen Schlitzohren.<br />
Bei unserer Ankunft wurden wir von Thora willkommen geheissen, vor etwa 1 1/2 Jahren übernachteten wir bereits in ihrem Hotel in Seydisfjördür auf Island. Dheeraj servierte uns gleich einen Kaffee und frischgepressten Ananassaft während Faizal, Chef zweiten Grades, uns durchs familiäre 4-Zimmer Hotel führte.<br />
Ein wenig später folgten wir, und Sarah aus London, Thora auf dem Velo durch die Gassen von Kochi. Sie zeigte uns Restaurants, die Ayurvedaklinik oder den nächsten ATM. Beim Kashi Cafe trennten sich unsere Wege, denn wir verspührten einen kleinen Hunger und legten darum ein Pause ein.<br />
Zurück beim absolut empfehlenswerten Hotel vergnügten wir uns noch ein wenig im Pool, lasen ein Buch oder spielten mit dem Computer. Etwa so vergingen auch die anderen sieben Tage, dazu kam noch für Corinne eine tägliche Yoga-Session um 07.30 und natürlich das excellente Frühstück mit Fruchtsalat, Müesli, hausgemachtem Brot und Peanut-Butter.<br />
Für viel mehr als das Mittag- und Abendessen haben wir den geheimen und auch schönen Garten nicht verlassen.<br />
Als am Montag Abend endlich einmal die Sonne unterzugehen schien, wagten wir uns zu den Chinesischen Fischernetzen mit der unglaublich schwierigen Aufgabe mit nur einem einzigen Foto im Kasten zurückzukehren. Zu schwer lasten noch die Erinnerungen an die hunderten von Fotos eben dieser Netze von meinem letzten Besuch.<br />
Leider vergeht das Nichtstun viel schneller als erwartet und schon sitzen wir im Flieger nach Delhi, nicht gerade bekannt, eine Oase der Ruhe zu sein.</p>
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